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08:18
Q: Sie waren schon oft Gast in Talkshows. Kürzlich waren Sie auch bei „Anne Will“. Haben Sie einen Unterschied zu Ihrer Teilnahme an anderen Talkshows bemerkt? 
 
A: Mich hat sehr überrascht, dass Frau Will das Gespräch mit einer Frage zu meiner Person eröffnet hat – einer Frage, die meines Erachtens darauf abzielte, mich persönlich zu diskreditieren und nicht darauf, eine sachliche Diskussion einzuleiten.
 
Q: Frau Will sagte: „Wir haben Sie heute bewusst nicht als einen neutralen Nahost-Experten vorgestellt, sondern als Autor und als Politik- und Wirtschaftsberater. Sie sind, muss man sagen… ein Geschäftsmann, der sein Wissen an Firmen verkauft, die im Nahen und Mittleren Osten ihre Geschäfte machen wollen. Spielen Ihre wirtschaftlichen Interessen da eine Rolle, wenn Sie sagen oder behaupten, dass es der Westen sei, der Syrien ins Chaos gestürzt hat?“
 
A: Die Art der Formulierung legt den Eindruck nahe: Der Lüders ist nicht seriös, im Zweifel stellt er seine wirtschaftlichen Interessen über seine inhaltliche Arbeit. Das ist eine bösartige Unterstellung.
 
Q: Aber ist es nicht legitim, eine solche Frage zu stellen? 
 
A: Grundsätzlich ja, aber der Ton macht die Musik. Wäre es Frau Will um die Sache gegangen, nicht lediglich um Diffamierung, so hätte sie sicher auch erwähnen können, dass der Mitdiskutant John Kornblum, vorgestellt lediglich als ehemaliger US-Botschafter in Berlin, als Deutschland-Chef der amerikanischen Investmentbank Lazard gewirkt hat. Heute sitzt er, unter anderem, im Aufsichtsrat von Thyssen Krupp, von Motorola Europa und der Bayer AG, laut Wikipedia. Mitdiskutant Michael Wolffsohn ist Mitglied im Beirat Ost der Deutschen Bank. Das aber wurde mit keinem Wort erwähnt.
Gemessen an diesen Schwergewichten muten meine eigenen „wirtschaftlichen Interessen“ doch eher bescheiden an: Ich halte im Jahr fünf, sechs öffentliche Vorträge vor Unternehmen oder Fachverbänden, die sich vor allem für meine politische Einordnung der Verhältnisse in der arabisch-islamischen Welt interessieren.
Anne Will arbeitet mit einer bösartigen Unterstellung, so Michael Lüders im NDS-Interview | NachDenkSeiten – Die kritische Website

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Schweinderl