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December 06 2016

08:30
Der ganze Artikel ist fragwürdig.

70 Likes reichen - ja, aber wer beurteilt was da geliked wurde? Und vor allem wie? Wie soll der Classification-Algo funktionieren? Auf welche Klassen wurde er trainiert?

mit 300 Likes kann die Maschine das Verhalten einer Person eindeutiger vorhersagen als deren Partner

Tatsächlich? In welchem Bereich und welchem Zeitrahmen? 

Korrelation und Big Data - das geht zusammen wie Krapfen und Marillenmarmelade, aber trotzdem muss jemand die Daten aufbereiten. Wie funktioniert das?

Für mich liest sich das wie ein Propagandaartikel für mehr Zensur in Social Media. Schafft doch endlich die Maschinen her die den Blödsinn filtern. Wenn die da sind, reden wir dann darüber was den Blödsinn überhaupt auszeichnet.
Reposted fromschlingel schlingel
08:27
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Candles by Asa Akira
Reposted fromvolldost volldost viafadenb fadenb
08:24
In dem Trubel um die vermeintlich so wirksamen Mikrotargeting-Methoden von Cambridge Analytics ist ein anderer Punkt des Artikels untergegangen: die Beschreibung des Firmengeflechts, zu dem CA gehört, und der Aktivitäten verschiedener dieser Firmen im Bereich politischer Einflussnahme, die im Grunde dazu einlädt zu sagen: „Ich habs gewusst, das hat mit den Russen nichts zu tun, die CIA steckt dahinter!“ Der Rest des Artikels ist vielleicht nicht ganz so verschwörungstheoretisch, wie in dem eigentlich ja eher schwachen, besondere Pfiffigkeit vorführen sollenden Text von MEEDIA.DE suggeriert wird, sondern der Autor hat sich offenbar nur zu sehr vom CA-Marketing beeindrucken lassen und vermutlich gewichtigere andere Ursachen für die Erfolge der Populisten ausgeblendet. Aber dieser Punkt nährt natürlich Verschwörungstheorie. Warum es unbedingt linke sein soll, ist mir allerdings unklar; es könnte genauso gut rechte sein. Es ist jedenfalls nicht die Linke, die derzeit unentwegt von vermeintlicher jüdisch-amerikanischer Einflussnahme und vermeintlichen CIA-Umtrieben faselt.
Pascal Echt
08:22
08:20
Ich war es. Ich habe als erster nur gezeigt, dass es die Bombe gibt. Schon im Juli 2011, in der taz-Wahrheit. Dafür brauchte ich nicht einmal Deine fünf Persönlichkeitsparameter. Nur anhand Deiner Profilbilder im Internet konnte ich herausfinden, dass Zahnpastatuben-Ausquetscher, Nachwürzer und Alles-Liker, um die drei wichtigsten Parameter zu benennen, wie Zahnpastatuben-Ausquetscher, Nachwürzer und Alles-Liker aussehen und möglicherweise Trump oder Clinton wählen.
Ich habe damals herausgefunden, was Profilbilder im Internet wirklich bedeuten. Das Ergebnis war verblüffend: Das Porträt eines Mannes mit Kurzarmhemd und aggressiver Unterabteilungsleiterglatze beispielsweise bedeutet, dass es sich hierbei um einen dynamischen Unterabteilungsleiter mit Glatze und Kurzarmhemd handelt, der es gewohnt ist, auf der Überholspur des Lebens den Karriere-Turbo zu zünden. Das Bild eines nachdenklichen Top-Entscheiders mit Daumen und Zeigefinger am Kinn hingegen bedeutet, dass wir es hierbei mit einem nachdenklichen Top-Entscheider zu tun haben, der Sachen gern "aufgleist" und "zu Ende denkt". Ein Herr mit Nussknackerkinn wiederum deutet eher auf einen Nussknacker-Typen hin, der sich nichts vormachen lässt und möglicherweise Trump oder Clinton wählt.
Ein anderes Beispiel: Profilbilder, die einen Menschen mit entschlossen geballter Faust zeigen, bedeuten, dass diese Person gern Dinge gestaltet und am Anfang des Tages "Am Ende des Tages" sagt.
08:18

December 05 2016

22:29
Die Tagesschau hat gerade eine interessante Debatte am Bein. Es geht um einen Fall in Freiburg, bei dem ein Flüchtling wegen Mordes an einer Studentin festgenommen worden war. Dieser Fall wird gerade besonders in Rechtsaußen-Kreisen als Propagandainstrument genommen, weil die Ausrede so schlecht ist:
Die Tagesschau berichte nur "sehr selten über einzelne Kriminalfälle", sondern über "gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse".
Und natürlich sind ausländische Rechtsaußen-Postillen wie die britische Gossenpresse da sofort aufgesprungen, um ihr "die EU wird von Flüchtlingen zerstört, gut dass wir ausgetreten sind"-Narrativ zu stützen. Es kann also keine Rede davon sein, dass der Fall nicht national und international Interesse auf sich gezogen hat, nur halt nicht in der breiten Bevölkerung sondern bei den Nazis. Und wie sollte der auch bei der breiten Bevölkerung Interesse auf sich ziehen, wenn die Tagesschau nicht drüber berichtet.

Tja, jetzt stehen die jedenfalls argumentativ ein bisschen auf dünnem Eis und haben es mit länglichen Erklärungen auf Facebook versucht.

Und bei Medienschelte sind die Verlage natürlich doch ganz schnell dabei, besonders wenn es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht, die sie ja eh am liebsten ganz abgeschafft hätten: FAZ, Spiegel, sogar die nicht mehr verlinkbare Süddeutsche hat was.

Sag mal, wo wir gerade dabei sind: Hatten FAZ, Spiegel und Süddeutsche eigentlich was zu dem Fall, bevor das Medienschelte über die öffentlich-rechtlichen war? Mir ist da nämlich nichts aufgefallen.

Denn ansonsten wäre das ja echt ein widerliches, verlogenes Pack, die da jetzt groß über die Tagesschau herziehen.

Update: Die Berliner Zeitung hat sich an der Stelle mit Ruhm bekleckert, finde ich. Die können jetzt in ihrer Argumentation schön auf ihre Berichterstattung zu dem Fall von vorgestern früh verlinken :-)

Fefes Blog
22:26
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Reposted fromnuclear-raven nuclear-raven viadhoop dhoop
22:25

So könne man beispielsweise vorhersagen, dass Leute, die eine Vorliebe für amerikanische Autos haben, eher Trump-Wähler sind. Männer, die die Kosmetik-Marke MAC auf Facebook liken seien wahrscheinlich schwul usw. Soweit, so banal.

Trumps Team habe sogar eine spezielle App zur Verfügung gestellt bekommen, die es Wahlkämpfern erlaube festzustellen, wer in einem Haus wohnt, wo sie klingeln und was diese Leute für Vorlieben haben. Auf diese Weise habe das Trump-Team mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand seine Anhängerschaft extrem effizient mobilisieren können.

Die Geschichte im Magazin liest sich flott, stellenweise wirkt sie wie eine düstere Science-Fiction-Story. Vor allem wird nicht klar, worin genau der Unterschied der Methoden von Cambridge Analytica zu herkömmlichem Targeting oder Filterfunktionen wie sie der Social Graph von Facebook ohnehin bietet, liegt. Stattdessen wird reichlich nebulös die Angst geschürt, die Daten-Zauberer von CA könnten demnächst Front National in Frankreich oder die AfD in Deutschland auf ähnliche Weise mit zum Wahlerfolg verhelfen wie Trump.

Es gab aber zum Glück relativ schnell auch einige kritische Stimmen zu dem Text. So wiesen viele darauf hin, dass die Rolle von CA bei der Brexit-Wahl deutlich kleiner war, als im Artikel dargestellt. Der Digital-Berater Jens Scholz erklärt in seinem Blog, dass menschliches Verhalten keineswegs so einfach vorherzusagen ist, wie es Firmen wie CA (deren Geschäftsmodell das Verkaufen solcher Prognosen ist) und der Magazin-Artikel es vorgaukeln: "Wie kommen Menschen immer wieder auf die irgendwie religiös mathematikhörige Idee, dass man menschliches Verhalten derart leicht kategorisieren, vorhersagen und dann sogar steuern könnte? Selbst auf dem Finanzmarkt, der viel mathematischer und in weniger Dimensionen funktioniert hat man bewiesen, dass eine egal mit wie vielen Daten unterfütterte Vorhersage kein bisschen genauer ist, als eine Vorhersage, die auf reinen Zufallszahlen basiert. Man braucht ein magisches Weltbild, um an eine Formel zu glauben, die mathematisch das Wort errechnet, das man einem Menschen sagen muss, damit er plötzlich und willenlos seine Meinung ändert. Viele B-Movies der Fünfziger leben von diesem Gedanken, denn man glaubte schon mal daran, dass eine extreme politische Idee irgendwelche Zauberkräfte hatte, die Menschen zu willenlosen Anhängern macht. Damals wars der Kommunismus." ...

Karriere einer „linken“ Verschwörungstheorie: die angeblich unheimliche Macht der Algorithmus-Alchemisten von Cambridge Analytica › Meedia
Reposted byDevapotatoecoloredgrayscale
22:14
Der Graue Block
Reposted bymburgerForsti
19:56
The average ejaculation has 350-400 billion sperms in it – but only 500-700 sperms make their way to the ovule and they all attack together the ovule so the outer layer gets damaged so one sperm survives. This is not about the ovule „letting one in“.
So if you like to talk about firewalls you'll have to count in the vagina and its acid-bath too, als well as the immunesystem attacking with kamikaze-cells (this is because sperm comes along with „malware“ like bacterias and microbes). Then there are deadend streets like the cervix with its caves and the second tube (because union happens in the tube not in the uterus).
So do your biologies ;-p
Reposted fromsouping souping
16:29
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Reposted fromdowyjscia dowyjscia viayeahyeahyeah yeahyeahyeah
16:20

Psychologisches Targeting, wie Cambridge Analytica es verwendete, steigert die Clickraten von Facebook-Anzeigen um über 60Prozent. Die sogenannte Conversion-Rate, also wie stark Leute – nachdem sie die persönlich zugeschnittene Werbung gesehen haben – auch danach handeln, also einen Kauf tätigen oder eben wählen gehen, steigerte sich um unfassbare 1400 Prozent.

Die Welt hat sich gedreht. Die Briten verlassen die EU, in Amerika regiert Donald Trump. Begonnen hat alles mit einem Mann, der eigentlich vor der Gefahr warnen wollte. Bei dem jetzt wieder diese Mails eintreffen, die ihn anklagen. «Nein», sagt Kosinski leise und schüttelt den Kopf, «das hier ist nicht meine Schuld. Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.» 

Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt - Das Magazin - Das Magazin
15:50
Reposted fromgruetze gruetze viaDeva Deva
15:50

Eigentlich hatte ich in diesem Zuge bei Martin angefragt, ob der vielleicht gemeinsam mit Holger die Zeit findet, als Dubsuite einen Mix machen zu können, was sich aber zeitlich nicht machen ließ. Er bat mir an, „Eigenleben“ in den Player zu nehmen. Eigentlich mache ich derartiges nicht, weil der Kalender halt exklusiven Mixen vorbehalten bleiben soll. Aber dieses Meisterwerk des ambienten Dubtechnos ist einfach immer noch zu gut, um ein solches Angebot abzulehnen. Es war die einzige Produktion, die die beiden unter dem Namen Dubsuite veröffentlicht haben.

Damals kam „Eigenleben“ in Tradition alter Ambient-Produktionen mit nur einem Track, der eine Laufzeit von 60 Minuten hatte und lief hier wochenlang hoch und runter. Dubsuite machte damit wieder mal deutlich wie hochqualitativ Netlabel-Releases sein konnten. Heute ein echter Klassiker, der über die Jahre rein gar nichts an Qualität verloren hat. Zeitlos schön für immer. Jetzt aber halt auch auf Vinyl.

Adventskalender 2016, Türchen #05: Dubsuite – Eigenleben | Das Kraftfuttermischwerk

December 03 2016

15:07
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NASA Picture of the day 2016-12-01
Reposted fromlimon limon viaDeva Deva
15:04
Reposted fromqb qb
15:01
Oh gucke mal, die Linken sind aus ihrem Tiefschlaf aufgewacht!
Die Obfrau der Linken im Ausschuss, Martina Renner, kritisierte die Koalition. Dass diese sich über das Datenleck derart empöre, folge "dem Kalkül einer rigiden Geheimhaltungspolitik im Interesse der Geheimdienste". Prinzipiell könnten die Papiere "ein wichtiges Korrektiv staatlicher Geheimhaltung" sowie eine Ressource für investigativen Journalismus sein.
NA ENDLICH sagt das mal jemand! Aus meiner Sicht ist diese ganze Geheimhaltung der Versuch einer Gesichtswarung von Berufskriminellen, die ihren eigenen, seit Jahren fälligen Rück- und Haftantritt hinauszögern wollen. Wenn du so eine Angst vor Transparenz hast, dass du deine Akten geheimhalten musst, dann kann das für mich nur heißen, dass da inkriminierende Beweise gegen dich drinstehen.

Mein Vorschlag zur Güte lautet daher: Politiker und Geheimdienstler dürfen Akten geheim halten, aber nur wenn sie damit automatisch sofort in den Ruhestand gehen. Und die Geheimhaltung läuft nach fünf Jahren automatisch und nicht verlängerbar ab.

Das ist doch mal ein Kompromiss, auf den man sich einigen könnte, findet ihr nicht?

Fefes Blog
Reposted byverschwoererpowerToThePoeple
14:57
Kabelsalat mit
Reposted frombootlegs bootlegs
14:57
Stigmatization of an idea, by design, intends to convert, not persuade, by bypassing reason and going right for our tribal desire to fit in.

But I think the rarely noted effect of this conversion happening is that it robs the converted of the tools to persuade others going forward. If you haven't been persuaded by the merits of a political idea, how do you persuade others? You can't without resorting to the same sort of stigmatizing argument.

Failing to constantly refurbish the case for liberalism will cause our culture “to drift toward defensive avidity and mutual distrust” and our politics to drift “toward primal zero-sum tribal conflict”
How Over-Reliance on Social Stigma Proves Self-Defeating - The Atlantic
Reposted fromc3o c3o
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